9.12.19

Neustart für Medicus-Ausstellung in Speyer am 5. September

(hmp) Die erfolgreiche kulturgeschichtliche Ausstellung „Medicus. Die Macht des Wissens“, die das Historische Museum der Pfalz in Speyer von Mitte Dezember 2019 bis zu ihrem jähen, Corona-bedingten Ende am 13. März präsentierte, wird vom 5. September 2020 bis 13. Juni 2021 unter Berücksichtigung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen erneut gezeigt. Der Termin zur Wiedereröffnung der Mitmachausstellung „Der Grüffelo“ steht aktuell noch nicht fest.

Möglich ist die Wiedereröffnung der Medicus-Schau dank der Unterstützung nationaler und internationaler Leihgeber, die ihre Exponate nun für einen ungewöhnlich langen Zeitraum in Speyer belassen. In der Regel werden kulturgeschichtliche Exponate nur für eine sehr begrenzte Dauer, zum Beispiel für sechs Monate, entliehen.

Plakat zur Ausstellung Bild: HMPBlick in die Ausstellung auf den originalgetreuen Nachbau des Baderwagens aus dem Film „Der Medicus“. Foto: Carolin Breckle/HMP.Pierre Poncet II: Bildnis des Anatomen Andreas Vesal, 2. Viertel 17. Jh. Bild: Centre Hospitalier Régional d'Orléans, dépôt au Musée des Beaux-Arts d'Orléans, Foto: François LauginiePlakat zur Ausstellung Bild: HMP

Blick in die Ausstellung auf den originalgetreuen Nachbau des Baderwagens aus dem Film „Der Medicus“. Foto: Carolin Breckle/HMP.

Pierre Poncet II: Bildnis des Anatomen Andreas Vesal, 2. Viertel 17. Jh. Bild: Centre Hospitalier Régional d'Orléans, dépôt au Musée des Beaux-Arts d'Orléans, Foto: François Lauginie

Bei den gezeigten Objekten handelt es sich größtenteils um Spitzenstücke, die in den Sammlungen ihrer Eigentümer eine unverzichtbare Rolle spielen. „Wir konnten in vielen Gesprächen unser Anliegen vermitteln, gerade diese Ausstellung, die den Spuren medizinischer Erkenntnis folgt und aufzeigt, wie vergangene Generationen mit den großen gesundheitlichen Herausforderungen umgegangen ist, in den von der Pandemie geprägten Zeiten erneut präsentieren zu können“, so Museumsdirektor Alexander Schubert.

In der aktuellen Krise sei eine besondere Solidarität unter den Museen spürbar. Viele Partnerinstitutionen hätten mit dem Problem zu kämpfen, dass über Jahre vorbereitete Großprojekte dem Corona-bedingten Lock-Down und den darauf folgenden Einschränkungen zum Opfer gefallen sind.

Die Gegebenheiten der Pandemie werden in doppelter Hinsicht für Veränderungen im Konzept der Medicus-Ausstellung sorgen. Zum einen müssen die vielen interaktiven Stationen, die zum Anfassen anregen, ebenso wie die Wegeführung, unter dem Vorzeichen des Gesundheitsschutzes überarbeitet werden. Zum anderen soll eine eigene Sektion entstehen, die die Covid-19-Infektionskrankheit in die Historie großer weltumspannender Epidemien einordnet.

Es sei ein Gebot der Stunde, Schnittmengen zwischen medizingeschichtlichen Phänomenen und der aktuellen, alles bestimmenden Entwicklung aufzuzeigen. „Unsere kulturgeschichtlichen Ausstellungen haben immer einen großen Gegenwartsbezug, wenngleich dieser wahrscheinlich selten so greifbar war, wie im Falle der Medizingeschichte und Corona“, so Schubert. „Gesichts- und Atemschutzmasken, Abstandsgebote und Quarantäneregeln waren schon in früheren Zeiten die ersten Einflussmaßnahmen, um Ansteckungsrisiken zu mindern.“

Für die Medicus-Ausstellung kommen die gleichen Hygiene- und Sicherheitsauflagen zum Tragen, die generell für den Besuch vergleichbarer öffentlicher Einrichtungen gelten. Diese lassen das sonst im Historischen Museum der Pfalz übliche, umfangreiche Begleitangebot mit Konzerten, Lesungen, Workshops und Gruppenführungen noch nicht wieder zu. Geplante Veranstaltungen werden deshalb verschoben, bis die Gesamtsituation wieder die Durchführung erlaubt.


Rechtzeitig vor der Wiedereröffnung des Museums werden Eintrittskarten für die Ausstellung im Online-Shop unter www.museum.speyer.de erhältlich sein. Bereits gekaufte Karten für die Medicus-Ausstellung behalten ihre Gültigkeit.

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