Projekt kulturer.be
21.4.26
(sfmv) Die internationale Tagung „Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg“ rückt von Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 16. Mai, die Sammlung an historischen Bühnendekorationen in den Fokus. Im Residenzschloss Ludwigsburg diskutieren Fachleute aus verschiedenen Ländern ihre Geschichte, Gestaltung und Nutzung. Die Tagung ist öffentlich und umfasst neben den Fachvorträgen auch Führungen und eine musikalische Bühnenwandlung am Abend. Eine Anmeldung per E-Mail an tagung@ssg.bwl.de ist bis Mittwoch, 6. Mai, erforderlich.

Schlosstheater Ludwigsburg, "Colomba"-Vorgang. Foto Dieter Jäger, ssg.
Vorhang "Elysische Gefilde". Foto Sven Grenzemann, ssg.
Tagung im Residenzschloss
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreichte das württembergische Theater ein Niveau, dass es weit über die Grenzen des Herzogtums hinaus bekannt machte. Selbst Giacomo Girolamo Cassanova rühmte den Hof Herzog Carl Eugens enthusiastisch als den „glänzendsten von ganz Europa“. Das Schlosstheater Ludwigsburg ist bis heute ein Zeugnis dieser Zeit - nicht nur durch die größtenteils im Original erhaltene Bühnenmaschinerie. Auch der Fundus historischer Bühnendekorationen, die unter Herzog Carl Eugen und König Friedrichs I. entstanden, gibt seltene Einblicke in die Vergangenheit. Die internationale Tagung „Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg“ stellt die Sammlung von Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 16. Mai, in den Mittelpunkt der Forschung.
Interdisziplinär und international
Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg veranstalten die Tagung in Kooperation mit der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW | Hochschule für Musik Basel FHNW | Schola Cantorum Basiliensis und dem Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dabei ist die Konferenz nicht nur international, sondern auch interdisziplinär. So werden die Entstehung und künstlerische Gestaltung des Ludwigsburger Fundus, die Rolle des Dekorationswesens im höfischen Bühnenbetrieb und die Wechselwirkung zwischen den theatralen Künsten unter Einbezug des europäischen Kontextes in den Blick genommen.
Fragen der Einbindung erhaltener Bühnenausstattung im Rahmen historisch informierter Aufführungspraxis (HIP) werden ebenso erörtert und auf die Bühne des Schlosstheaters gebracht: Ein Highlight der Tagung ist die Musikalische Bühnenwandlung, präsentiert durch Studierende der Schola Cantorum Basiliensis.
Neben den Referentinnen und Referenten aus Deutschland begrüßen die Staatlichen Schlösser und Gärten und ihre Kooperationspartner auch Sprecherinnen und Sprecher aus Italien, der Schweiz, Tschechien, Schweden, Frankreich und Österreich. Die englischsprachigen Vorträge der Tagung werden simultan übersetzt.
Geschichte, Gestaltung und Praxis
Die Tagung gliedert sich in vier Sektionen: Die erste Sektion widmet sich nach einer thematischen Einführung dem Ludwigsburger Fundus und seiner Entwicklung. Der zweite Abschnitt gibt Einblicke in den europäischen Kontext des Theaterwesens im 18. und 19. Jahrhundert. Die vorletzte Sektion stellt die Gestaltungsparameter im höfischen Bühnenwesen in den Fokus. Der letzte Teil der Tagung thematisiert die Bühnendekoration im Kontext historisch informierter Aufführungspraxis. Eine Round Table-Diskussion zur Nutzung historischer Spielstätten und Ausstattungsbestände rundet den wissenschaftlichen Teil der internationalen Tagung ab. Das vollständige Programm und weitere Informationen sind online unter www.schloss-ludwigsburg.de zu finden.
Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg
Internationale Tagung
Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 16. Mai
Residenzschloss Ludwigsburg
Veranstalter: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg in Kooperation mit: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW | Hochschule für Musik Basel FHNW | Schola Cantorum Basiliensis und Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Teilnahmegebühr pPro Person 70,00 €,
Ermäßigte 40,00 €
In der Tagungsgebühr sind die Führungen am 14. und 16. Mai, die Abendveranstaltung am 15. Mai sowie die angegebene Verpflegung enthalten.
Information und Anmeldung
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis Mittwoch, 6. Mai, per E-Mail an tagung@ssg.bwl.de erforderlich. Die Teilnahmegebühr ist am ersten Tag der Tagung an der Schlosskasse des Residenzschlosses zu begleichen. Die Schlosskasse öffnet am Donnerstag, 14. Mai, bereits ab 8.30 Uhr. Am Freitag, 15. Mai, ist sie um 8.45 Uhr geöffnet.
- Die englischsprachigen Vorträge der Tagung werden simultan übersetzt.
- Ordenssaal und Schlosstheater werden nicht beheizt. Angepasste Bekleidung wird empfohlen.
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