2.9.26

Denkmalpflege

Ministerin Schopper auf Denkmalreise

Wie Netzwerke kulturelles Erbe erhalten: 1. Tag der Denkmalreise nach Ludwigsburg, Remshalden-Buoch und Sontheim an der Brenz

(mlw_bw) Ministerin Theresa Schopper hat am Dienstag ihre Denkmalreise 2026 begonnen, die mit Nacht und Tag des offenen Denkmals am 13. September ihren Höhepunkt findet. Die für Denkmalpflege zuständige Ministerin besucht Kulturdenkmale im ganzen Land und zeigt, welche Netzwerke unser kulturelles Erbe erhalten.

Schwetzingen, Schlossplatz mit Rabaliatti-Haus (links in der Ecke)Schwetzingen, Schlossplatz mit Rabaliatti-Haus (links in der Ecke)

Foto: kulturer.be

Auf der diesjährigen Denkmalreise durch Baden-Württemberg (1. und 2. sowie 7. und 8. September) stellt die Bauministerin Theresa Schopper Kulturdenkmale in den Mittelpunkt, die seit Jahrhunderten Menschen, Regionen und Ideen miteinander verbinden – und zeigt zugleich, wie wichtig starke Netzwerke für ihren Erhalt sind. Am Dienstag, 1. September, besuchte Ministerin Schopper Stationen im Regierungsbezirk Stuttgart. Die Denkmalreise 2026 wie auch der Tag des offenen Denkmals stehen in diesem Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.

Ministerin Theresa Schopper: „Denkmale verbinden Menschen, Wissen und Generationen. Sie zeigen, wie viel wir erreichen können, wenn Verantwortung, Fachwissen und Engagement zusammenkommen. Gerade dieses Netzwerk macht unser kulturelles Erbe lebendig und zukunftsfähig.“

Seeschloss Monrepos: Denkmalpflege als Gemeinschaftswerk
Zum Auftakt der Denkmalreise besuchte Ministerin Schopper das Seeschloss Monrepos – einem bedeutenden Bestandteil der barocken Residenzlandschaft Ludwigsburg. Es vereint Architektur, Gartenkunst und Kulturlandschaft auf besondere Weise. Die Station beleuchtet aktuelle Restaurierungsmaßnahmen sowie das enge Netzwerk aus Denkmalpflege, Hochschulen und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen. Gemeinsam werden Konzepte entwickelt, um das kulturhistorisch bedeutende Ensemble dauerhaft zu erhalten.

„Monrepos zeigt eindrucksvoll, dass Denkmalpflege ein Gemeinschaftswerk ist. Handwerk, Wissenschaft und praktische Denkmalpflege greifen hier ineinander und schaffen die Grundlage dafür, dieses außergewöhnliche Ensemble dauerhaft zu bewahren“, so Ministerin Schopper.

Remshalden-Buoch: Keramik verbindet Regionen
Weiter ging die Denkmalreise nach Remshalden-Buoch. Der hochmittelalterliche Töpferort war einst weit über die Region hinaus für seine „rotbemalte schwäbische Feinware“ bekannt. Das hochwertige Geschirr wurde über Handelswege verbreitet und kam vor allem auf den Tafeln wohlhabender Familien auf den Tisch. Heute geben archäologische Funde, historische Quellen und das Engagement des Heimatvereins gemeinsam Einblicke in die Geschichte dieses bedeutenden Keramikstandorts und machen seine überregionale Bedeutung wieder sichtbar.

„Die Geschichte dieser außergewöhnlichen Keramik zeigt, wie eng unsere Regionen schon im Mittelalter miteinander verbunden waren. Was hier gefertigt wurde, war weit über die Landesgrenzen hinaus gefragt und stand für handwerkliche Qualität auf höchstem Niveau. Solche Zeugnisse machen Wirtschafts- und Alltagsgeschichte unmittelbar erlebbar“, so Ministerin Schopper.

Sontheim an der Brenz: Denkmale als Orte der Gemeinschaft
Die letzte Station des Tages führte Ministerin Schopper nach Sontheim an der Brenz. Schloss Brenz und die benachbarte Galluskirche prägen seit Jahrhunderten das Leben der Gemeinde. Im Laufe seiner Geschichte diente das Schloss unter anderem als Witwensitz, Rat- und Schulhaus und ist heute Museum, Treffpunkt und Veranstaltungsort. Auch die romanische Galluskirche bildet seit dem 12. Jahrhundert einen Mittelpunkt des örtlichen Lebens. Beide Kulturdenkmale stehen damit beispielhaft für Orte, an denen sich Geschichte und Gemeinschaft über Generationen hinweg begegnen. Der Besuch gewährte zugleich Einblicke in die anspruchsvolle Erhaltung beider Bauwerke.

„Die Erhaltung unserer Denkmale gelingt nur im Zusammenspiel vieler Fachrichtungen. Schloss Brenz und die Galluskirche zeigen beispielhaft, wie aus diesem Netzwerk nachhaltige Lösungen entstehen“, sagte Ministerin Schopper.

Finale: Rottweil eröffnet das Denkmalwochenende
Als Höhepunkt der Denkmalwoche findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals 2026 am Sonntag, 13. September, 2026 mit vielen Aktionen im ganzen Land statt. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Die landesweite Eröffnung startet mit der Nacht des offenen Denkmals. Diese wird – in Anwesenheit von Ministerin Schopper – in Rottweil gefeiert und zwar am Samstag, 12. September, ab 17 Uhr im Kapuziner.

Weiterführende Informationen zur Nacht und zum Tag des offenen Denkmals gibt es unter www.denkmalpflege-bw.de und www.tag-des-offenen-denkmals.de.

    im Detail:  
Icon obenPexels, Ksenia Chernaya   siehe auch:  
     

Startseite | Service | zur ZUM | © Landeskunde online/ kulturer.be 2025
© Texte der Veranstalter, ohne Gewähr